Prinzipien und Methoden des naturwissenschaftlichen Unterrichts
Prinzipien
Der Begriff der Prinzipien ist weiter gefasst. Prinzipien sind auf die Erfahrungen von Lehrern zurückzuführen. Nur wenige sind empirisch untersucht bzw. belegt. Sie können zeitübergreifend gelten oder bestimmten Konzeptionen zugeordnet werden. Einsiedler fordert eine Beschränkung auf Prinzipien, „die tatsächlich der Unterrichtsmethodik zuzuordnen, forschungsgesichert und nicht trivial sind“ (ebd., S. 396). Er nennt die Prinzipien Visualisierung (Anschaulichkeit, Originale Begegnung, Lernen mit Medien), Aktivierung (Selbsttätigkeit, Selbstständigkeit) und Strukturierung.
Methoden
Es gibt, besonders in der Grundschule, einen großen Methodenpool. Eine zur Zeit der Heimatkunde entwickelte Methode war der direkt-entwickelnde Unterricht. Diese, auch als fragend-entwickelnder Unterricht bezeichnete Vorgehensweise, wird derzeit „für schwache Schulleistungen in Deutschland mitverantwortlich gemacht“ (Einsiedler 2007, S. 391). Sie führt nach Einsiedler kaum zu Problemlösungskompetenz oder dem Abbau von falschen.
Als aktuelle Methodenkonzepte nennt Einsiedler die direkte Instruktion, das kognitionspädagogische und das konstruktivistische Konzept sowie das kombinierte Methodenkonzept.
Die ideale Unterrichtsmethode wurde noch nicht gefunden. Vielmehr wird ein kombiniertes Methodenkonzept als besonders effektiv propagiert. Dies kann zum einen im Anbieten von Hilfen zum selbstständigen Lernen sein (scaffolding), zum anderen ist damit ein regelmäßiger Methodenwechsel zu verstehen. Einzelne Methoden, die besonders für den naturwissenschaftlichen Unterricht geeignet sind, werden noch vorgestellt.
Die folgende Tabelle zeigt einen Zuordnungsversuch einiger ausgewählter Methoden, Prinzipien und Unterrichtskonzeptionen.
